Bestensee im Blick
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22.4.26:
Ein frostiger Morgen
Was würde mich zum Sonnenaufgang bei leichtem Bodenfrost von -2 °C am Gräbendorfer Weg und Pätzer Tonsee erwarten?
Auf einer mit etwas Reif bedeckten Wiese nahmen mehrere Kraniche noch
vor dem Sonnenaufgang ihr Frühstück zu sich. Leichter Bodennebel
bedeckte die Wiesen und Felder, und als sich die Sonne dann über die
Baumwipfel am Horizont erhob, tauchte sie die Landschaft in ein
angenehm warmes goldgelbes Licht. Nicht nur die Kraniche, auch
zahlreiche Gänse wurden auf der Wiese munter.
Weiter ging es entlang eines Uferweges am Pätzer Tonsee. Auf dem Wasser
machten einige Gänse und Haubentaucher einen noch recht verschlafenen
Eindruck. An einer kleinen freien Uferstelle streckte ein vor mehreren
Jahren umgestürzter Baum sein Wurzelgeflecht in die Höhe, und aus dem
liegenden Baumstamm hatten sich neue kleine Bäume gebildet.
Schließlich gelangte ich zu einer kleinen Lichtung, umgeben von
zahlreichen Birken. In der Mitte befand sich eine abgeknickte,
umschlossen von vielen gelb blühenden Mahonien. Die stachligen,
teilweise in der Sonne rot leuchtenden Blätter glitzerten durch die
kleinen Eiskristalle auf ihrer Oberseite. Und nicht weit entfernt stand
ein sog. Malbaum, an dem sich die Wildschweine nach einem Bad in der
Suhle gern reiben. Unverkennbar an der schwarzen Färbung der haften
gebliebenen Erde.
Auf dem Rückweg begnete mir noch ein Hase, der über die Wiese hoppelte,
und ab und zu sitzen blieb, um sich ein saftiges Frühstück zu
genehmigen.
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