Bestensee im Blick
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29.11.25:
Start der Weihnachtspyramide
Der 1924 gegründete Traditionsverein Weihnachtspyramide e.V. lud heute ab 11
Uhr zum Aufbau der Weihnachtspyramide und nachmittags zum "Anschieben"
mit einem Fest ein.
Es ist zu einer schönen Tradition geworden, diese Pyramide jedes Jahr
zum 1. Advent aufzubauen und mit einem kleinen Fest zu feiern. Vor 15
Jahren, am 27. November 2011 drehte sie sich erstmals in der
Öffentlichkeit, damals noch auf dem unbebauten Bahnhofsvorplatz. Und
als der Bahnhofsvorplatz bebaut wurde, zog die Weihnachtspyramide zur
Dorfaue um.
2011 hatten Peter Neumann, Vorsitzender des Gewerbevereins, und Karsten
Seidel als Mitglied die Idee, eine Weihnachtspyramide zu bauen.
Besonders Karsten Seidel engagierte sich sehr, und so entstand mit
weiteren Helfern Stück für Stück die fertige Pyramide. Die
märchenhaften und biblischen Holzfiguren erschuf unser leider viel zu
früh verstorbener Kettensägenschnitzer Olaf Vietzke. Die zuerst
geplante Höhe von 4 m musste etwas reduziert werden, weil sonst ein
Bauantrag erforderlich gewesen wäre.
Mitglieder des Traditionsvereins und vom LAUSL e.V. hatten heute alles
vorbereitet, um die Besucher mit Getränken aller Art, an erster Stelle
natürlich Glühwein, mit Bratwürsten, Gulaschsuppe und Kuchen zu
versorgen. Der LAUSL-Verein lud auch in den Kalendersaal ein, in dem die Kinder unter Anleitung basteln und spielen konnten.
Zahlreiche Neugierige kamen nachmittags, um zu sehen, ob sich die
Pyramide auch wirklich dreht. "Und sie dreht sich doch". So könnte man
frei nach Galileo Galilei sagen, der der Legende nach diesen Satz beim
Verlassen des Inquisitionsgerichts 1633 gemurmelt haben soll, nachdem
er dem kopernikanischen Weltbild, dass sich die Erde um die Sonne
dreht, öffentlich abschwören musste. Bis dahin galt: die Erde ist der
Mittelpunkt, um den sich die Sonne dreht.
Bei unserer Pyramide ist das etwas anders. Nicht ihr Äußeres und die
Dorfaue drehen sich um die Figuren in der Mitte, sondern umgekehrt ;-)
Zum offiziellen "Anschieben" der Pyramide begrüßte nachmittags der
Vereinsvorsitzende Matthias Höppe die Besucher, hob das Engagement der
Mitglieder hervor und wünschte viel Spaß. Auch Bürgermeister Roland
Holm würdigte den Einsatz des Vereins, der sich auch um die Skulpturen
im Ort kümmert. Dazu gehören die Bestwaner-Gruppe im Generationenwald,
die in der Nähe stehende Nachbildung der Windmühle, die z.Zt. abgebaute
marode Germanenstele auf der Klein Bestener Dorfaue, das Denkmal auf
der Groß Bestener Dorfaue mit Fischerkahn, Fisch, Netz und Windmühle,
und die Sandsteinstele auf der Pätzer Dorfaue, die an die frühere
Ziegelei erinnert.
Als nächstes wurde Karsten Seidel mit einer verkleinerten Nachbildung
der Weihnachtspyramide geehrt, weil er die Idee dazu hatte und an ihrer Entstehung einen
maßgeblichen Anteil hatte. Auf der ersten Sitzung des Vereins im Herbst
wurden er, Peter Neumann und posthum Olaf
Vietzke als Ehrenmitglieder des Vereins für ihre Verdienste
ausgezeichnet. Aber auch viele weitere Handwerker waren am Entstehen der Pyramide beteiligt.
Um 16 Uhr zeigte der Männergesangverein und der gemischte Chor unter
der musikalischen Leitung von Matthias Deblitz mit zumeist
weihnachtlichen Liedern ihr Können. Danach begann die traditionelle
Kinderweihnacht nach den Märchen von Manfred Prosch, die sich diesmal
auch um die Weihnachtspyramide drehte.
Es ist immer wieder eine Augenweide, wenn sich die in der dunklen
Tageszeit mit Lichtern strahlende Pyramide auf der Dorfaue gegenüber
der ca. 700 Jahre alten Dorfkirche dreht.
Aber Bestensee hat sich in dieser Jahreszeit nicht nur mit der Pyramide
geschmückt. Zahlreiche Grundstücke und Häuser strahlen im
weihnachtlichen Glanz, und auch an den Straßenlampen haben Mitarbeiter
des Bauhofs wieder die Weihnachtsbeleuchtung angebracht.
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bitte anklicken, dann startet eine Diaschau, die auch angehalten und
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