Bestensee im Blick
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11.11.25:
St. Martinstag
Zur
Grundsteinlegung des Seniorenzentrums der Berliner Stadtmission am
11.11.2002 in der Hauptstr. 11 wurde der St. Martins-Umzug aus der
Taufe gehoben. Seitdem ist er zu einer Tradition im Ort geworden, die
sich steigender Beliebtheit erfreut. Während früher der Zug mit einer kleinen Kapelle voran
vom Kinderdorf bis zum Seniorenzentrum führte, und sich dort unsere
Senioren an den vielen Kindern und Erwachsenenen mit Klängen des
Posaunenchors mit einem kleinen Fest erfreuen konnten, gab es 2020 mit
Beginn der Corona-Zeit eine Cäsur. Heute startete der Umzug mit den
Kindern, ihren Eltern, Großeltern oder Freunden mit
leuchtenden und schaukelnden Lampions
erstmals an der Landkost-Arena und wurde von Mitgliedern der
Jugendfeuerwehr mit Fackeln angeführt. An den Straßenkreuzungen wurde
der Zug durch die Feuerwehr abgesichert, und entlang der Goethestraße ging es bis zum ev. Gemeindehaus in der Reuterstraße. Dort trug Annette Lehmann
die Geschichte des St. Martin vor, die vor dem Gemeindehaus
nachgespielt wurde. Wer Durst verspürte, konnte auch einen Glühwein
"mit Glüh" für die Großen oder "ohne Glüh" für die Kleinen zu sich
nehmen.
Von dort
ging es weiter bis zur Paul-Gerhardt-Straße, durch den Wustrocken und
entlang der Thälmannstraße, bis nach Überqueren des Bahnübergangs die
Feuerwache am Rathaus erreicht wurde.
Eine große Feuerschale auf dem Platz erwartete die große Schar der
Ankommenden, und an der Halle hatten Mitglieder der Feuerwehr und
Helfer Bratwürste und Getränke vorbereitet.
Hier ein
kleiner Exkurs zu den Hintergründen des St. Martinstages: Martin,
316 oder 317 n. Chr. geboren, leistete in der ersten Hälfte seines
Lebens einen 25-jährigen Militärdienst im Römischen Reich ab,
widmete danach sein Leben dem christlichen Glauben und wurde 372 zum
Bischof von Tours geweiht.
Nach einer Überlieferung begegnete
der während seiner Armeezeit auf seinem Pferd reitende Martin an
einem Wintertag einem unbekleideten Bettler.
Martin hatte außer
seinen Waffen und seinem Militärmantel nichts bei sich. Der Bettler
tat ihm leid, Martin teilte seinen Mantel mit dem Schwert und gab
eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht ist ihm dann im Traum
Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem
Bettler gegeben hatte. Nach dem Matthäusevangelium 25,35-40 – „Ich
bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet … Was ihr getan habt
einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
– erweist sich Martin hier als Jünger Jesu. Das Resümee der
Geschichte lautet, dass man teilen sollte, wenn man mehr hat als
andere, die evtl. gar nichts haben.
Am 11.11.397 wurde Martin im
Alter von 81 Jahren unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in
Tours beigesetzt.
Sogar in der Gründungsurkunde von Bestensee
vom 11.11.1307, damals noch Bestwin genannt, erscheint zum Schluss
der Martinstag: "Dieser Brief ist gegeben in unserer Stadt
Spandau nach Gottes Geburt tausent Jahr, dreihundert Jahr in dem
siebenten Jahre, am St. Martinstage des heiligen Bischofs und
Beichtvaters."
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